Kunstverein Schallstadt

        Das
         maison de verre (1931),
         entworfen von Pierre Chareau, ist ein Wohnhaus in Paris.
        Seine Fassade, eine undurchsichtige Glaswand, machte es zur
        Inkunabel der modernen Architektur. Während die aus Glaslinsen bestehende Fassade,
        die dem Haus seinen Namen gegeben hat, die Außenwand des Hauses als halbtransparente
        Membran neu definiert, entfalten sich auch im Inneren des Hauses variable Handhabungen von
        Grenzziehungen, die traditionelle Vorstellungen der Wand obsolet werden lassen.
        An Architekturphotografie Interessierte werden Bilddokumente vor Augen haben, die als                           Kostbarkeit betrachtet werden können, weil sie aus architekturtheoretischer Perspektive die
        Besonderheiten der technisch-künstlerischen Leistung Chareaus zeigen.

        Michael Carapetian, britisch, geb. 1938, lebt in Venedig und London.
        Neben seiner Tätigkeit als Architekt und Professor war er als Architekturphotograph tätig.

        Rike Felka, Literaturwissenschaftlerin und Verlegerin, lebt und arbeitet in Berlin und Freiburg.